Verschiedenes .......      (Januar - März)

 

 

Das Immunsystem-Erklärung

Posted by Ernst Fischer 9.01.2005

Wichtige Erläuterungen zum Immunsystem finden alle Leser im nachfolgenden Artikel:
Viele Grüsse:
Ernst Fischer

Dr. med. Karlheinz Zeilberger, Facharzt für Innere Medizin

Was ist das Immunsystem?

In unserer Umwelt befindet sich eine Vielzahl an Bakterien, Viren, Pilzen und Parasiten, die teils lebensgefährliche Infektionen hervorrufen können. Um solche Infektionen zu verhindern oder zu bekämpfen, besitzt der Körper eine Immunabwehr. Ein funktionierendes Immunsystem benötigt zur Abwehr bestimmte Zellen bzw. deren Vorstufen:

B-Lymphozyten werden zusammen mit anderen Immunzellen im Knochenmark produziert T-Lymphozyten Vorläuferzellen stammen aus dem Knochenmark. Vermehrung und Entwicklung dann in Thymus, Milz, Gaumen- und Rachenmandeln, dem Wurmfortsatz des Blinddarms und den Lymphknoten

Das Immunsystem wird allerdings auch da aktiv, wo Ärzte im Rahmen einer Therapie fremde Zellen in einen Organismus einbringen, z.B. bei Bluttransfusionen oder Organtransplantationen. Hier sind es viele Antigene, die auf den Körperzellen des transplantierten Organs zu finden sind und die allgemein als Gewebetyp bezeichnet werden.

Je ähnlicher der Gewebetyp des Spenders und des Empfängers eines Organs sind, um so schwächer fällt die Immunantwort aus: Das Organ wird dann umso besser vertragen. Bei einer Transfusion von roten Blutkörperchen wirken Oberflächenstrukturen auf den roten Blutkörperchen als Antigene, gegen die der Organismus des Empfängers mit Antikörperbildung reagieren kann.

 

Was sind Antigene?

Als Antigen wird jede Substanz bzw. jedes Merkmal auf Oberflächen bezeichnet, das eine Bildung von Antikörpern hervorruft.

Bestimmte, vom Körper als fremd erkannte Oberflächenmerkmale können sich z.B. auf Bakterien, Viren und Körperzellen befinden. Es gibt auch Antigene auf den eigenen Körperzellen. Allerdings hat das Immunsystem diese Antigene während der Entwicklung im Mutterleib und in den ersten Lebenswochen als zum Körper gehörend kennen gelernt und reagiert auf sie nicht mehr. All jene Antigene, die nicht im Körper vorkommen, erkennt er als fremd. Das Immunsystem reagiert auf sie mit der Bildung von Antikörpern. Welche Antigene auf den Körperzellen zu finden sind, ist im Erbgut, dem Genom, festgelegt.

 

Was sind Antikörper?

Antikörper heißen in der Fachsprache auch: Immunglobuline

Es handelt sich hierbei um Eiweißstoffe, die vom Immunsystem gebildet werden. Vereinfacht ausgedrückt sind sie in der Lage, an die Fremdkörper anzudocken und diese zu zerstören. Das geschieht auf folgende Weise:

Wird ein Antigen als fremd erkannt, produzieren die Immunzellen Antikörper, die genau zu diesem Antigen passen.

Diese Antikörper verbinden sich mit dem fremden Antigen und bilden einen Antigen-Antikörper-Komplex.

Der Antigen-Antikörper-Komplex aktiviert die Bildung weiterer Eiweißstoffe. Dies führt zur direkten Zerstörung der Fremdsubstanz.

Oder: Der Antigen-Antikörper-Komplex signalisiert spezialisierten Immunzellen, dass sich ein Fremdstoff im Organismus befindet. Diese spezialisierten Zellen zerstören den Komplex und entfernen ihn aus dem Körper.

 

Was sind Blutgruppen?

Blutgruppen sind vererbte Bluteigenschaften, die meist auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen zu finden sind. Sie werden zu Blutgruppensystemen, z.B. dem AB0-Blutgruppensystem zusammengefasst, wenn ihre Antigene ähnliche Strukturen aufweisen.

Kommen rote Blutkörperchen (Erythrozyten) bei einer Transfusion in einen Organismus, dessen rote Blutkörperchen andere Blutgruppenmerkmale tragen, wird das Immunsystem diese Zellen als fremd ansehen, Antikörper bilden und die fremden roten Blutkörperchen zu zerstören versuchen. Aus diesem Grund wird vor einer Transfusion von roten Blutkörperchen die Verträglichkeit von Empfänger- und Spenderblut im Labor untersucht. Die verschiedenen Blutgruppensysteme haben je nach Häufigkeit und Stärke möglicher Transfusionsreaktionen unterschiedlich große Bedeutung bei der Transfusion. Zu den wichtigsten Blutgruppensystemen, die bei jeder Transfusion berücksichtigt werden müssen, gehören:

AB0-Blutgruppensystem
Rhesus-Blutgruppensystem

Die landläufige Bezeichnung der Blutgruppe setzt sich aus den Merkmalen dieser beiden Blutgruppensysteme zusammen (beispielsweise A, Rhesus positiv).

Neben diesen Blutgruppensystemen gibt es noch viele weitere, von denen das Kell-Blutgruppensystem noch eine gewisse Bedeutung bei der Transfusion besitzt. Alle anderen Blutgruppensysteme (z.B. Kidd, Duffy, Lutheran) sind nur in seltenen Fällen bei einer Transfusion wichtig.

Quellen
Lothar Thomas: Labor und Diagnose

Redaktion Dr. med. Katharina Larisch

Aktualisierung 20.01.2004

 

  • Reponsed by Regula, 12.01.2005
Frage zu diesem Abschnitt:
Bestimmte, vom Körper als fremd erkannte Oberflächenmerkmale können sich z.B. auf Bakterien, Viren und Körperzellen befinden. Es gibt auch Antigene auf den eigenen Körperzellen. Allerdings hat das Immunsystem diese Antigene während der Entwicklung im Mutterleib und in den ersten Lebenswochen als zum Körper gehörend kennen gelernt und reagiert auf sie nicht mehr. All jene Antigene, die nicht im Körper vorkommen, erkennt er als fremd. Das Immunsystem reagiert auf sie mit der Bildung von Antikörpern. Welche Antigene auf den Körperzellen zu finden sind, ist im Erbgut, dem Genom, festgelegt.

Meine Frage:
Wenn Borrelien während der Schwangerschaft auf das Kind übertragen werden und das nicht bemerkt wird, erkennt dann das Immunsystem des Kindes die Antigene von Borrelien als "zum Körper gehörend?
Wäre das möglich?

Gruss
Regula

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Offengelegte IP-Adressen hier im Forum

Posted by Ingrid, 21.01.2005

Das nachstehende Posting von Andrea, 19.01.2005 hat eine riesige Flut von nicht immer ganz netten Postings ausgelöst. Aus diesem Grunde habe ich sie nicht ins Archiv übernommen.

*** Hallo Ingrid,

da die IP-Adressen hier von dir offengelegt werden, wenn man zum Schutz vor Spammails nicht bereit ist, seine Emailadresse öffentlich kund zu tun verabschiede ich mich und wünsche alles Gute.

Schön für IP-Surfer-Piraten, die auf dumme Gedanken kommen können, sich über die PCs herzumachen, wenn die IPs hier offengelegt werden.

Wieso das Ganze?

Alles Gute und viel Erfolg weiterhin,

Kraft und Gesundheit
Andrea ***

 

 

Liebe Andrea und ForumschreiberInnen
Alle weiteren Postings sollten ohne eine IP-Adresse erscheinen. Damit ist das Thema "Offengelegte IP-Adressen hier im Forum" vom Tisch.
Grundsätzlich möchte ich hier noch erwähnen, dass man immer sehr sorgfältig im Internet surfen und Mails öffnen sollte. Es kommt immer wieder vor, dass man von irgendwoher ein infiziertes Mail.... auflesen kann. Soweit wie möglich Sicherheits-up-dates nicht vergessen.
Ich kenne das ganze Problem selber sehr gut und es ist nicht nur ärgerlich, sondern auch sehr kostspielig.
Nun wünsche ich Euch allen, trotz des trüben und stürmischen Wetters, wärmende Sonnenstrahlen und viel Humor
Eure Ingrid


  • Reponsed by Andrea, 21.01.2005
Hallo Ingrid,

von Herzen meinen besten Dank.
Fühl ich mich doch gleich viel wohler
Ganz toll von dir so schnell reagiert zu haben :-)

Sorry, dass ich mit dem Thema für ein klein wenig Wirbel gesorgt habe.

In meiner Verzweiflung bin ich auf der Suche sogar über Programme gestolpert, die sich mit einem Server offensichtlich dazwischenschalten lassen, um die IPs zu verändern und nicht nachvollziehbar machen. - Die Kosten hierzu kann ich mir ja jetzt sparen :-)... welch ein Glück :-)

Es gibt sogar Programme welche genau, z.B meine IP nutzen könnte, um unter dem Deckmantel meiner Identität sich im Netz dann umtreiben zu können.
Was es nicht alles gibt!

Danke dir !
Liebe Grüße
Andrea

 

  • Reponsed by François, 21.01.2005
Na, Ingrid

wie fühlst Du Dich nach drei (!!) Tagen Juristerei, Uhrenkunde und Datenschutz? Sehnsucht auf Humor?
Gut zu verstehen. Juristerei, Datumwechsel oder Urkundenschutz: hab's noch nicht ganz checket.

Warum nicht ein "am" auch vor's "pm" setzen? Dann weiss jeder sofort was los ist und ab die Post.
's sind ja eh die selben die schreiben. Wer kommt nächstens und bringt Dir was zum lachen?

Ich wünsche Dir erholsame Leser!

François

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Zur Krankheit stehen...

Posted by Ernst Fischer, 23.01.2005

Liebe Leserinnen und Leser,
schon mehrfach ist das Thema "Soll ich öffentlich zu meiner Erkrankung stehen" hier kurz behandelt worden. Da meines Erachtens aber eine stärkere Auseinandersetzung mit dieser Thematik notwendig ist, möchte ich dazu einige Überlegungen zur Diskussion stellen.

Unser Ziel, das Ziel der Lyme-Borreliose-Kranken ist doch das, die Krankheit mit all ihren Auswirkungen öffentlich bekannt zu machen. Dies ist zum einen über eine rein sachliche Aufklärung an Hand von Fakten möglich, oder aber indem neben diesen wissenschaftlichen Erklärungen die emotionale eigene Betroffenheit mit in eine solche Berichterstattung und Information einfließt. Dazu gilt zu wissen, das nichts wirksamer und nachhaltiger auf einen Bericht einwirkt, wenn dieser emotional das Leid des Einzelnen mit aufdeckt. Das schafft Betroffenheit und Nachdenken. Nur so können wir wirklich als glaubhafte Informanten in Erscheinung treten. Wie sollen denn Mediziner ein wirkliches Interesse an einer Aufklärungskampagne haben, wenn die Selbstbetroffenen sich öffentlich verstecken? Zudem gibt es auch hier im Forum Betroffene die unter Vornamen schreiben, sogar ein Forum betreuen/betreiben, aber dann soll das grosse Schweigen über die eigene Erkrankung gelegt werden. Bei Namensnennung wird überspitzt auch noch mit Sanktionen gedroht. Rationalisiert immer mit dem Argument" ich könnte berufliche Nachteile haben". Mir selber sind viele Borreliosekranke in führenden Positionen bekannt, die nie irgendwelche Nachteile erlebt haben, stattdessen Achtung und Respekt von ihren Arbeitgebern/Vorgesetzten ernten und glaubwürdige Aufklärungsarbeit leisten.

Warum? aber argumentieren Betroffene mit "angeblichen beruflichen Nachteilen". Zunächst einmal handelt es sich um eine Befürchtung "das ich Nachteile erleben kann". Diese Befürchtung steigert sich in ein Angstgeschehen und nimmt für den Betroffenen dann fast "glaubhafte Strukturen" an.
Zudem gilt zu beachten, dass psychologisch betrachtet "ein kranker Teil meiner Person nicht zu mir gehören darf", was letztendlich in einer gespaltenen Persönlichkeit enden kann. Das "Kranke" beim Betroffenen soll möglicht eliminiert werden und letztendlich können solche Personen auch nicht selber zu sich stehen und verstecken sich stattdessen "hinter dem Leid der anderen". Die Glaubwürdigkeit leidet.

Wer krank ist, hat keinen Grund sich hinter fade4nscheinigen Aussagen zu verstecken. Wer zu seiner Krankheit und seinen Bewältigungsstrategien steht findet Anerkennung, Wertschätzung und hilft mit wirklich glaubhaft aufklärend zu arbeiten.

Ganz herzliche Grüsse aus dem verschneiten Hannover:
Ernst Fischer/www.europaeische-zeckeninformation.de

 

  • Reponsed by Henning, 24.01.2005
Hallo Herr Fischer,

meine Antwort dazu sehen sie im anderen Thread. Ich sehe diesen Beitrag leider erst, nachdem ich dort geantwortet habe.

Ganz kurz: Für junge Berufstätige oder Unternehmer kann es wirtschaftlich verheerend sein, wenn Informationen zum Thema Krankheit in die falschen Hände geraten.

Des weiteren geht es niemanden etwas an, was ich in einem Forum über Symptome, Medikamente und psychologische Probleme schreibe. Schon gar nicht, wenn diese Informationen durch eine kleine Suchaktion bei google schnell lokalisiert werden können.

Sie handhaben das zu Ihrer Person anders, das ist Ihr gutes Recht. Bei anderen Menschen liegen die Prioritäten schon aus beruflichen Gründen anders.

Gruß
Henning

 

  • Reponsed by Ernst Fischer, 24.01.2005
Ach Herr Henning,

Sie drehen die Dinge eben so für sich wie Sie es möchten. Eine sachliche Diskussion ist dies aber nicht. Und die psychologische Erklärung meinerseits wird damit auch nicht aufgehoben. Immer wieder verweisen Sie auf Ihren beruflichen Status - warum? Warum sind Sie dann nicht so konsequent und lassen Ihren Namen/Vornamen auch aus allen Beiträgen und dem Forum heraus? Nein, Sie möchten "verdeckt" mitmischen - was Sie ja auch so handhaben. Aber eine Anerkennung bekommen Sie dafür von mir, und wie ich in den "IP Auseinadersetzungen" gelesen habe aber auch von anderen nicht.
Es gibt diese beruflichen Diskriminierungen nicht - wie Sie immer wieder betonen. Dafür habe ich zu viele Mails und Anrufe die das Gegenteil darstellen. Es scheint sich wohl doch eher um eine "unbegründete Angstschiene zu handeln" die Sie aus welchen Gründen auch immer, nicht verlassen wollen. Nur Mut Herr H.....

Herzl. Grüsse:
Ernst Fischer

 

  • Reponsed by Michael, 24.01.2005
Mir ist völlig unklar wie ich meine Erkrankung eigentlich verstecken könnte?!
Wenn ich das könnte wäre ich doch gesund ...

Was soll der Quatsch eigentlich?

 

  • Reponsed by Henning, 24.01.2005
Ich wollte es eben nicht schreiben um die Sache nicht wieder eskalieren zu lassen, entschliesse mich aber jetzt doch zu diesem kleinen Nachtrag:

Auf Ihre Prognose einer beginnenden psychischen Erkrankung (gespaltene Persönlichkeit) gehe ich mal nicht ein, wohl aber bleibt Ihre Beschreibung der bundesdeutschen Arbeitswelt diskussionsbedürftig:

Verstehe ich Sie richtig, ein junger Arbeitnehmer erntet Anerkennung und Respekt durch Kollegen und Vorgesetzte, wenn er sich zu einer schweren Krankheit bekennt? Womöglich noch als Akademiker mit einem für das Unternehmen wichtigen Aufgabengebiet, einem forderndem und stressigen Job und das Ganze am besten noch in der Probezeit?

Ist das wirklich Ihre Sicht der Dinge, Herr Fischer? Sie würden als Chef sicher so verfahren, und das ehrt Sie als Menschen. Mit der realen Welt vor den Toren hat das aber herzlich wenig zu tun.

Nun ja. Viel Spaß mit Ihrem europäischen Informationsnetzwerk!

Gruß aus Hamburg,
Henning

www.borrelioseforum.de

 

  • Reponsed by Ernst Fischer, 24.01.2005
Ich möchte dazu sachlich noch einmal Stellung nehmen, auf Ihre Angriffe gehe ich nicht weiter ein, das mögen die anderen Leser tun, wenn sie dann wollen. Zudem haben Sie meinen Text zur Gefahr "einer gespaltenen Persönlichkeit" nicht verstanden - und mißinterpretiert.
Ich habe auch im Familien- und Bekanntenkreis Borr-Erkrankte, auch unser Sohn war vor 2 Jahren betroffen und seinerzeit neben seinem Studium auf Stellensuche. Seine Mitteilungen in den Bewerbungsgesprächen waren in keinem Fall!! hinderlich. Im Gegenteil. Es gab viele Nachfragen von den sogenannten "Chefs" und auch dankbare Hinweise für diese Informationen.

 

  • Reponsed by Beobachter, 24.01.2005

Zumal es sich bei einen Herrn Henning weder um eine labile Persönlichkeit, eine Persönlichkeit mit geringen Selbstwertgefühl oder irgendwelchen anderen "Schäden" in dieser Richtung handelt ...
Er kann doch sehr stolz darauf sein wie gut er seine Erkrankung im Griff hat!
Viele andere Betroffene hier beneiden ihn sicher darum!

  • Reponsed by Jens, 03.03.2005

Herr Fischer,

warum lassen Sie die Sache nicht ruhen? Es sollte doch jeder seine eigene Entscheidung darüber treffen, ob er sich outet oder nicht. Als EU-Rentner stellt sich diese Frage nach einer beruflichen Benachteiligung eben nicht. Ich würde auch nicht unbedingt mit meinem Realnamen und meiner Krankengeschichte aufwarten, wenn ich Berufsanfänger und auf Stellensuche wäre. Bei über 5 Mill. Arbeitslosen in Deutschland ist es abwegig zu behaupten, die Chefs wären erpicht auf solche Angestellten! Selbst Frauen werden beruflich benachteiligt, da sie ja wegen der Kinder oder einer Schwangerschaft ausfallen könnten. Ich glaube sie sehen da die Realitäten am deutschen Arbeitsmarkt nicht mehr. Lesen Sie sich mal die Krankengeschichten der Borreliosekranken im Borrelioseforum durch, die sprechen eine andere Sprache! Ach meine Bundesweite Umfrageaktion zur Situation der Borreliosekranken und deren ökonomischen Folgen zeigt, dass die chronische Borreliose, wenn unbehandelt zur Erwerbslosigkeit oder sogar Berentung führt. Ich eigenes Schicksal und meins sind doch dafür nur Beispiele. Ich kann Ihre Haltung deshalb nicht nachvollziehen, weshalb Sie immer wieder versuchen andere, die es anders handhaben in Misskredit zu bringen. Sind es womöglich nicht Ihre eigenen Probleme, die sie mit den anderen Betreibern von Internetseiten zum Thema Borreliose haben? Der Verdacht drängt sich mir jedenfalls auf, um die Sache geht’s hier jedenfalls nicht mehr. Verschwenden Sie doch ihre Energie nicht mit derartigen Angriffen, arbeiten Sie lieber mit den Aktiven der Borreliose-Selbsthilfe zusammen. Sie haben viel im Bereich der Borrelioseaufklärung geschafft Herr Fischer, aber das Wort „Kooperation“ scheint Ihnen unbekannt.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Wriedt

www.borreliose-sachsen.de

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@Ingrid - Themenfremde Beiträge

Posted by Regula, 27.01.2005

Hallo Ingrid

Warum werden themenfremde Beiträge einfach stehen gelassen?

Der letzte Eintrag von dieser "Chicca" finde ich verletzend. Was soll der uns Borreliose-Patienten sagen? Sollen wir uns einen lustigen Job suchen, damit wir schnell wieder gesund werden?

Ich bin krank und kämpfe täglich um etwas Normalität indem ich versuche herauszufinden, was ich noch kann. Dass ich so lange nicht mehr arbeiten konnte, hat bestimmt nichts damit zu tun, dass ich den falschen Job hatte. Im Gegenteil ich hatte einen guten Job, den ich wegen der Krankheit verloren habe.

Gegen etwas Spass hat sicher niemand etwas einzuwenden. Aber was zuviel ist, ist zuviel.

Liebe Grüsse
Regula

 

  • Reponsed by Ingrid, 28.01.2005
Liebe Regula und alle anderen ForumschreiberInnen

Ich finde es sehr schade, dass im Moment das Forum "zweckentfremdet" wird. Die teilweise persönlichen Angriffe......, Postings, die der Werbung dienen und nichts mit einer Zeckenerkrankung zu tun haben.....

Liebe Regula, natürlich wird das untenstehende Posting gelöscht - bitte hab einfach etwas Geduld. Ich bin nicht 24 Std. im Forum anzutreffen.

Ich freue mich sehr wieder konstruktive Beiträge zu lesen und zu beantworten .

Liebe Grüsse
Ingrid

 

  • Reponsed by Regula, 28.01.2005
Danke liebe Ingrid und entschuldige meine Ungeduld
Ich habe nicht geschaut, wann der Beitrag hineingestellt wurde, sondern war gleich genervt

Bezüglich der konstruktiven Beiträge sprichst du mir aus dem Herzen und die persönlichen Angriffe gegen einzelne gehen mir auch auf die Nerven.

Liebe Grüsse
Regula

 

  • Reponsed by François, 27.01.2005
Hoi!

Regula hat nicht unrecht: es ist hier auch nicht das erste Verkaufsangebot in dieser Woche...

Doch glaubte ich gespürt zu haben, dass auf dem Forum Alle sich versammeln dürften, wie im alten Rom etwa. Nicht einfach sich da auszukennen, wie?

In den letzten 10 Tagen gab' s mehr tückische Debatten über den Datenschutz als neue Ausblicke in Richtung Genesung zu lesen... Ingrid hat' s vor kurzem nahegelegt: Tolerant sein. So gewinnt auch die Liebe an Boden. So gesinnt grüsst euch

François

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Etwas zum Knobeln

Posted by Ingrid, 30.01.2005

Liebe Leute
Falls es Euch einmal langweilig sein sollte , habe ich etwas passendes zum Knobeln über Zecken.
Der Link ist unten, klickt Zusatzmaterial ja an und nun könnt Ihr wählen
- ein Kreuzworträtsel
- Quiz - richtig oder falsch
- Zuordnungsübung
Nun wünsche ich Euch viel Spass und wer weiss vielleicht lernt Ihr dabei noch etwas
Alles Liebe
Ingrid

 www.sfdrs.ch

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Wobenzym

Posted by Miriam, 30.01.2005

Hallo,
begünstigt Wobenzym 25 Stück im Tag eine Herxheim-Reaktion bei Borreliose. ich habe gelesen, dass Wobenzym zu Antibiotika gut sei.
Miriam

 

 

  • Reponsed by Ingrid, 30.01.2005

Hallo Miriam
Meines Wissen nach sollte Wobenzym die Herxheimer reduzieren. Vielleicht liegt es daran, dass Du 25 Stück pro Tag nimmst. Ich habe damals bei meiner Penicillinkur (2. Kur) auch Wobenzym genommen, aber nicht so viele. Meine Herxheimer waren viel weniger schlimm als bei Rocephin (1. Kur).
Schau mal im Archiv 18.3.2003, da habe ich seinerzeit etwas über Wobenzym veröffentlicht.
Was für Reaktionen hast Du denn? Was für eine Antibiotkum nimmst Du?
Ich wünsche Dir ganz viel Gesundheit
Ingrid


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Im März wissenschaftliches Symposium in Jena

Posted by Ingrid, 10.02.2005

Liebe Leser und Leserinnen
Eine Information für Euch:
Das 8. internationale Symposium über zeckenübertragene Krankheiten findet dieses Jahr in Jena (D) statt. Das Progamm seht Ihr unten im Link. Bin schon sehr gespannt, ob irgendwelche Neuigkeiten bekannt gemacht werden. Lassen wir uns überraschen.
Alles Gute und viel Humor
Ingrid

www.bfav.de/veranstaltungen/IPS-VIII/Programmentwurf%20IPS%20VIII.pdf

 

  • Videokurzbericht anlässlich des VIII. Potsdam-Symposiums

Posted by Ingrid, 28.03.2005

Zecken auf dem Vormarsch: Experten diskutieren über Risiken und Therapiemöglichkeiten

Leider viel zu kurz.....

Liebe Grüsse
Ingrid

www.jenatv.de/index.php?main=programm&lf=showvideo&vidid=1110556179

 

  • Reponsed by Ingrid, 15.04.2005
Ein kleiner, kurzer Bericht vom VIII. International Potsdam Symposium on tick-borne diseases - Tagungsbericht
Thomas Talaska, Institut für durch Zecken übertragbare Krankheiten e.V., Brieskow-Finkenheerd

www.izkbf.de/pdf/symposium_1203.pdf

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Erhöhte Werte - keine Borreliose???

Posted by Tamara, 16.02.2005

kann es sein das die Leute die irgendwann Zeckenbiss hatten, aber keine Beschwerde und keine Borreliose haben, trotzdem erhöhtes Elisa und im Westernblot Banden haben?

Danke

 

  • Reponsed by Regula, 16.02.2005
Hallo Tamara

Ja, das ist möglich. 10% der Schweizer Blutspender haben Borrelienantikörper, ohne aktuell Beschwerden zu haben.

Ob diese 10% früher oder später mal Beschwerden bekommen, ist meines Erachtens nicht geklärt.

Gruss
Regula

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Zecken breiten sich aus Posted by Ingrid, 11.03.2005
Hallo liebe ForumbesucherInnen

So langsam aber sicher scheint es Frühling zu werden und der Schnee wird sich hoffentlich erst wieder im nächsten Winter blicken lassen.

Persönlich hatte ich genug Schnee und Kälte, nun sehne mich nach ganz viel wärmende Sonnenstrahlen.

In den Yahoo Nachrichten bin ich heute auf zwei interessante Artikel gestossen, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Unten der Link zu dem Thema "Zecken breiten sich aus"

und nachstehend der Link zu dem Thema "Beissalarm - Zecken breiten sich aus" ein weiterer Artikel ->

http://de.news.yahoo.com/050310/336/4g9u1.html

Ich wünsche Euch von Herzen ganz viele sonnige Stunden ohne die Bekanntschaft mit den kleinen Tierchen.
Liebe Frühlingsgrüsse
Ingrid

Link: http://de.news.yahoo.com/050310/3/4g9fi.html

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Maturaarbeit - Gute Bücher, Internetseiten, Quellen? Posted by Sarah, 11.03.2005
Hallo zusammen!

Ich bin 17 jährig und (ehemalige) Lyme-Borreliosepatientin. Ich schreibe meine Maturaarbeit über Zecken und Lyme Borreliose. Im praktischen Teil weise ich mit PCR Borrelien in Zecken nach.

Meine Frage: Welche Bücher zum Thema könnt ihr mir empfehlen? Kennt ihr informative Internetseiten, oder sonst welche guten Informationsquellen?

Mit freundlichen Grüssen

Sarah

 

  • Reponsed by Regula, 11.03.2005
Hallo Sarah

Schön, dass du dich mit dem Thema befasst. Aufklärung über die Borreliose tut wirklich not.

Eine gute informative Seite finde ich www.borreliose.org . Viele Infos in Englisch - ein Nachteil für mich: ich kann fast kein Englisch.

Eine Literaturliste kannst du auf der Homepage der Liga für Zeckenkranke einsehen. Ich selbst habe nur das von Ute Fischer gelesen. www.zeckenliga.ch/information/literaturliste/index.htm

Liebe Grüsse und viel Erfolg bei deiner Arbeit
Regula

  • Reponsed by Ingrid, 11.03.2005

Liebe Sarah
Das finde ich ausgesprochen toll, dass Du Dich mit dieser Krankheit weiter beschäftigst und sogar eine Arbeit schreibst.
Du kannst Dich gerne an mich wenden via Mail oder Telefon. Soweit ich kann, bin ich Dir behilflich - ich habe mittlerweile eine ganze Sammlung an Unterlagen.
Ich freue mich bald wieder von Dir zu hören.
Liebe Grüsse
Ingrid

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Neues Borreliose Magazin

Posted by Ingrid, 13.03.2005

Liebe ForumbesucherInnen

Das neue Borreliose Magazin Nr. 11 herausgegeben vom Deutschen Borreliose Bund e.V. ist erschienen.

Unter dem Titel "Leben mit Borreliose" findet man Artikel wie:
- Noch immer floppt die Labordiagnostik
- Laborergenisse - ein reines Lotteriespiel
- Aktuelle Therapie-Schemata
- Schmerzbewältigung von A - Z
- Ursache und Wirkung einer chronischen Erkrankung
- und vieles mehr

Diese Ausgabe kann bestellt werden via Fax 0049 40 792 42 49 oder schriftlich beim Deutschen Borreliose Bund e.V., Bundesgeschäftsstelle, Grosse Strasse 205, D 21075 Hamburg
Kosten pro Ausgabe 6.50 Euro plus 2 Euro Versandkosten.

Oder bei der Liga für Zeckenkranke -> www.zeckenliga.ch

Es ist wieder ein interessantes und informatives Magazin entstanden. Meinen ganz herzlichen Dank an alle Mitwirkenden für ihr grosses Engagement.

Liebe Frühlingsgrüsse
Ingrid

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Schneckengift wirkt bei chronischen Schmerzen

Posted by Waldhörnchen, 20.03.2005

Schneckengift wirkt bei chronischen Schmerzen

Melbourne - Forscher der University of Melbourne haben in einer für den Menschen giftigen Spezies der Kegelschnecken einen neuartigen Wirkstoff entdeckt. Die Substanz, die in der chronischen Schmerztherapie eingesetzt werden soll, wurde bereits zum Patent angemeldet. Über die neue Verbindung ACV1 berichten die Wissenschaftler auf dem Toxikologenkongress im australischen Cairns. Von ACV1 sollen vor allem Krebs-, AIDS- und Arthritispatienten profitieren.

In Rattenversuchen erwies sich ACV1 als vielversprechend, die Substanz wirkte länger als Morphium. Anders als Morphium, so die Forscher um Bruce Livett von der Abteilung für Biochemie und Molekularbiologie, birgt ACV1 kein Suchtpotenzial und besitzt keine Nebenwirkungen wie Atemnot oder Bluthochdruck. "Wir befinden uns derzeit auf der Suche nach einem kommerziellen Partner in der Wirtschaft, um die Substanz am Menschen zu testen und ein marktfähiges Produkt zu entwickeln", so Livett.

"Der Wirkstoff besitzt aber ein weitaus grösseres Anwendungsspektrum. Dazu zählt etwa die Schmerzlinderung nach Sportunfällen und Infektionen. In Rattenversuchen zeigte sich, dass AVC1 auch die Wundheilung fördert", erläuterte Livett. ACV1 blockiert die Schmerzübertragung entlang des peripheren Nervensystems. Das periphere Nervensystem bildet die Brücke des Zentralnervensystems zu allen Körperteilen. Vorteil der Substanz ist laut Livett, dass es sich um ein kleines Molekül handelt. "Im Gegensatz zu einem bereits entwickelten Medikament mit dem Namen Conotoxin, das sich in der Endphase der klinischen Versuche befindet, kann ACV1 leichter und kostengünstiger synthetisiert werden." Ausserdem werde ACV1 nicht wie es das Konkurrenzprodukt erfordert in die Wirbelsäule, sondern in den Muskel oder eine Fettschicht des Patienten injiziert.

Neben den Australiern sind weltweit Forschergruppen auf der Suche nach pharmakologisch wirksamen Substanzen in diesen Mollusken, wie sie in Riffen rund um den Globus vorkommen. Rund 30 Menschen sind bereits an dem tödlichen Stich einiger Kegelschnecken-Spezies gestorben.

Datum: 10.07.2002

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Zehenschwellung

Posted by Ingrid, 21.03.2005

Aus Deutschland erreichte mich diese interessante Nachricht, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.
Liebe Grüsse
Ingrid

Praxis-Tipp Praxis-Depesche 18/2004, S.10.

Bewegungsapparat - Borrelieninfektion - Zehenschwellung

Borreliose

Die Prädilektionsstellen der bei einer Borrelien-Infektion möglichen Lymphadenosis cutis sind Ohrläppchen, Nase, Stirn und Mamillen. Bei einer geschwollenen Zehe denkt erst mal niemand an eine Borreliose.


Eine 49-jährige Frau kam mit einer schmerzhaften, rotviolett angeschwollenen Zehe in die Uniklinik Leipzig. Ein zuvor konsultierter Chirurg hatte eine Sarkoidose diagnostiziert, die mit Steroiden behandelt wurde. Da sich der Zustand der Zehe dadurch nicht veränderte, empfahl er die Amputation.

Körperliche Untersuchung, Labortests, Röntgen und Ultraschall verliefen negativ. Erst die histologische Untersuchung einer Zehenbiopsie und die positive Serologie auf Borrelia-Antikörper führten zur richtigen Diagnose einer Lymphadenosis cutis bei Borreliose. Unter einer dreiwöchigen Ceftriaxon-Therapie kam es zur kompletten Ausheilung.

FAZIT: Eine Lymphadenosis cutis bei Borreliose kann sich an unerwarteten Stellen manifestieren. Daher sollte bei Zehenschwellung auch auf Borrelien getestet werden. (GW)

F: Whale M. et al: Unusual differential diagnosis of a swollen toe.
Journal of Rheumatology 31 (2004) 617-619.

 

 

  • Reponsed by François, 23.03.2005

Hallo!
Schrecklich! Ich bin jetzt, also im nachhinein, meinem Hautarzt unermesslich dankbar, dass mir damals wegen Rötungen und abplatzenden Hautfetzen im Gesicht, der Kopf doch nicht amputiert wurde. Oder?
Erleichterte Grüsse...
François

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Prävention 2005

Posted by Regula, 23.03.2005

Heute Mittwoch 23.3.05 in "20 minuten" gefunden (Seite 5, unten links, ganz klein):

ZECKEN: ZWEI NEUE RISIKO-ZONEN
Der Kanton Zürich bezeichnet seit Jahren Risiko-Gebiete, in denen gefährliche Zecken vorkommen. In diesem Jahr kommen die beiden Regionen Küsnacht, Zollikon, Zollikerberg, sowie Weisslingen, Zell, Fehraltdorf hinzu. Mit dem Frühsommer kommen auch wieder Zecken und mit ihnen das Risiko von Hirnhautentzündungen. Im letzten Jahr erkrankten im Kanton Zürich 55 Personen aufgrund einer Infektion durch Zecken.


Mir stehen die Haare zu Berge, wenn ich derartig antiquierte Infos lesen muss. Es ist einfach nur noch fahrlässig. Da ist's wohl besser, wenn nichts geschrieben wird.

Für Leserreaktionen:
redaktion@20minuten.ch

 

  • Prävention 2005 - siehe Tages-Anzeiger vom 23.3.

Posted by Madeleine, 24.03.2005

 

Ja, ja, leider tönt's im Tages Anzeiger-Artikel vom 23. März ähnlich:
Zürich und Region: Titel: "Gefährliche Zecken jetzt auch in Zollikon und Weisslingen"
Vor dem Artikel, grösser gedruckt:
"Im Kanton gibt es neue Gebiete mit Zecken, die Viren auf Menschen übertragen. Diese können Hirn- oder Hirnhautentzündungen auslösen. Als Schutz davor gibt's eine Impfung",
Autor: Jürg Schmid -
Dann folgt 4/5 des Artikels über die FSME und am Ende des Artikels ca. 1/5 lang, wird noch die Borreliose kurz skizziert ohne zu sagen, dass die Impfung gegen diese Infektion nicht hilft.
Ich zitiere J. Schmid:
"...Häufiger als Viren übertragen Zecken das Bakterium Borrelia burgdorferi, das die so genannte Lyme-Borrreliose verursachen kann, mit Gelenk- und Organschmerzen. In der Schweiz erkranken jährlich rund 3000 Personen an Borreliose. 5 bis 30 Prozent der Schweizer Holzböcke sind Borreliose-Zecken, die kantonsweit in üppigem Unterholz, an Waldrändern und Waldwegen warten, bis sie abgestreift werden und zubeissen können."

Als Link wird das
www.bag.admin.ch/infekt (Stichwortsuche: encephalite) angegeben.
Das hilft für die Borreliose-Prävention auch nicht weiter!

Am Schluss wurde ein Kasten mit dem Titel:
"Die Zecken-Zonen" platziert.

Ich merke: Gerade dieser Titel stört mich am meisten, weil jeder, der nicht den ganzen Artikel liest, annimmt, dass er ausserhalb dieser "Zecken-Zonen" ungeniert seinem Hund nach ins Unterholz jagen kann, picknicken, am Lagerfeuer hocken, den Frühling am Waldrand geniessen kann, Frühlingsblümchen und Moos fürs Osternest pflücken will oder OL-Posten querfeldein anläuft ohne nachfolgende Zeckenkontrolle.

Sobald ich die Kraft habe und die richtigen Worte finde, schreibe ich einen Leserbrief.
Wer auch noch?

PS: Die Liga für Zeckenkranke hat eben eine Broschüre herausgegeben zur Prävention von Zeckenkrankheiten. Dieser ist zu beziehen beim Sekretariat, Liga für Zeckenkranke, 3000 Bern

Frohe Ostern und viele beglückende Begegnungen wünsche ich von Herzen, es grüsst, madeleine

www.zeckenliga.ch

 

  • Reponsed by Regula, 24.03.2005
Es ist wirklich schade, dass solche Medien, die die Möglichkeit hätten, umfassend zur Prävention beizutragen, alle Bemühungen derjenigen Organe, die nicht annähernd soviel Möglichkeiten und Mittel haben, zunichte machen.

 

  • Prävention 2005 - Neue Zürcher Zeitung

Posted by Dietmar, 24.03.2005

23. März 2005, Neue Zürcher Zeitung

Kasten: Zürcher Gebiete mit infizierten Zecken

Zeckengefahr bald im ganzen Kanton
Region Küsnacht - Zollikon neu auch Ansteckungsgebiet

Wer jetzt mit Frühlingsgefühlen in der Brust und der Wolldecke unter dem Arm zu einem Waldrand aufbricht, sei gewarnt: Schon besteht wieder die Gefahr, von Zecken mit einem Virus infiziert zu werden. Der Grossteil des Kantons gilt als Gefahrengebiet........

Gruß

Dietmar

www.nzz.ch

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"Die himmlische Joan", ein Borreliosefall, war letzte Folge

Posted by Arthur Salomon, 25.03.2005

Die himmlische Joan
19.03.2005 | 15.10 | PRO 7
"Ein eigenartiger Tag"
Fantasyserie
An ihrem letzten Schultag bricht Joan plötzlich zusammen und wird ins Krankenhaus eingeliefert. Sie leidet an Borreliose, die mit Hirnhautentzündung und Halluzinationen einher geht. Als Joan davon erfährt, ist sie völlig verunsichert: Hat sie sich Gott nur eingebildet? Denn auf einmal spricht er nicht mehr zu ihr... Joan weiht Adam ein, doch er kann ihre Geschichten über Gott nicht nachvollziehen. Am Boden zerstört, gesteht sie ihren Eltern, dass sie nicht mehr an Gott glaubt.

USA 2003 letzte Folge Originaltitel: Joan of Arcadia Regie: James Hayman Darsteller: Joe Mantegna

Nachzulesen v.b. in;

www.tvmovie.de/tv-programm/sendung.html?SendungID=4741502

oder googlen.

Das ist die Erste Serie, bei der am Schluss, dass Dicke Ende kommt (Lyme-Diseases), welch eine Überraschung!!

Wird im ORF wiederholt. Samstag14:50

http://enterprise.orf.at/orf?clid=73659

Schöne Fernsehegrüsse von
Arthur Salomon

 

  • Reponsed by Madeleine, 29.03.2005
Bei einer anderen, deutschen Serie, war Mal ein Pferd an Borreliose erkrankt, das war eine Dramatik sondergleichen... aber bis jetzt ist mir noch kein abendfüllender Film bekannt, in dem ein Borreliose-Patient vorkommt. Wer weiss, vielleicht wird ja mal eine Tatsachen-Geschichte als Film-Script angenommen und auch noch verfilmt.
Viele Grüsse von Bollywood?! madeleine

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„Mißstände bei der fortgeschrittenen Lyme-Borreliose“

Posted by Ingrid, 28.03.2005

Dr. Andreas Püttmann

 

Mißstände bei der fortgeschrittenen Lyme-Borreliose

Jahresversammlung und 1. Symposium der „Borreliose-Gesellschaft e.V.“ in Jena  

Wer sich an diesem ungemütlichen Eis- und Schneewochenende nach Jena aufgemacht hatte, der kam zweifellos hoch motiviert zum ersten Symposium der 2004 gegründeten „Borreliose-Gesellschaft e.V.“ (BG). Bei vielen war diese Motivation der eigene Leidensdruck als Borreliosekranker oder bürokratisch und finanziell drangsalierter Arzt, bei anderen eher wissenschaftliches oder gesundheitspolitisches Interesse, vielleicht bewog im Einzelfall auch das Kalkül einer Marketingchance bei der wachsenden Klientel betroffener Patienten und Therapeuten zur Teilnahme. Jedenfalls waren die rund 50 Teilnehmer - mehrheitlich Mediziner, darunter Mitglieder der Bundesvereinigung Borreliose behandelner Ärzte (BBÄ) - ein interdisziplinärer Kreis mit zum Teil recht bekannten und markanten Persönlichkeiten. Verbindendes Motto der aus der Not geborenen Avantgarde-Truppe: „Die Einzelkämpfer unterliegen immer der Meute“. Und Kampf ist für Ärzte wie Patienten mit persistierender Lyme-Borreliose (LB) das tägliche Brot.

Der Vorsitzende, Mathematikprofessor Dr. Hartmut Prautzsch (Waldbronn), definierte Sinn und Zweck der Neugründung durch den diagnostischen, therapeutischen und sozialmedizinischen Mißstand bei der „fortgeschrittenen Lyme-Borreliose“, welche durch die kurz zuvor ins Rampenlicht getretene HIV-Problematik als Forschungsgegenstand und Gefährdung der Volksgesundheit verdrängt worden sei: „Niemand kümmert sich um die Leute nach der Standard-Antibiose“, die oft keine Heilung oder auch nur nachhaltige Besserung der Beschwerden bewirke, abgesehen von den Selbsthilfegruppen (was die BG nicht sein will) und den wenigen Schwerpunktpraxen mit chronischen Kapazitäts-, Legitimations- und Budgetproblemen. Die meisten Ärzte seien von dieser „Krankheit mit den hundert Gesichtern“ offenkundig überfordert. So landen die Patienten nach einer Praxis- und Klinik-Odyssee schließlich oft in der „Psycho-Ecke“ - ohne dass ambulante Psychotherapien oder aufwendige psychosomatische und balneo-physikalische Rehamaßnahmen das Problem an der Wurzel packten und zu lösen vermöchten. Dass ein anwesender Chefarzt trotz der bekanntermaßen häufigen und verhängnisvollen psychologisierenden Fehldiagnosen später den Kalauer von der „Borrelioseneurose statt Neuroborreliose“ strapazierte, rief in diesem Kreis eher Befremden hervor.

In der Ärztesitzung am Samstagvormittag lieferte der stellvertretende Vorsitzende Dr. med. vet. Rolf Hänselmann (Droyßig) zunächst einen eindrucksvollen Fallbericht - seinen eigenen. Der Leidensweg eines über jeden Verdacht selbstbespiegelnder Wehleidigkeit erhabenen, bis dato kerngesunden „Pferdedoktors“ sollte der anschließenden Diskussion wohl die nötige Erdung und Ausrichtung auf das Wesentliche geben: das Patientenschicksal. Gleichwohl hob die anschließende „allgemeine Diskussion“ schon bald auf die konkurrierenden Theorien über die Ursachen der Therapieversager in den Stadien II und III ab, wobei jeder medizinische Experte seine Steckenpferde ritt.

 

Wie Borrelien pathogen wirken - widerstreitende Deutungen

Für den Pforzheimer Internisten Dr. Wolfgang Klemann ist „die fortgeschrittene Lyme-Borreliose mit Tabletten nicht zu beherrschen“; er empfiehlt, neben den gängigen Cephalosporinen auch eine intravenöse Gabe von Clarithromycin oder Doxycyclin - evt. kombiniert mit oralem Tetracyclin - in Erwägung zu ziehen. Dadurch würden übrigens auch die häufigen Koinfektionen mit Chlamydien besser bekämpft. Sein Ansbacher Fachkollege Professor Dr. Frank Hartmann beurteilt Ceftriaxon als unzureichend zellgängig und sieht hierfür Roxithromycin (in der Kombination mit TMP als „Gasser-Therapie“) sowie Metrodinazol als geeigneter an. Er bekräftigte seine bekannte Deutung der Borreliose als einer Neurotoxin-Erkrankung. Wenn der Erreger durch Gifte pathogen wirke, deren Aminosäurefrequenz übrigens längst bekannt sei, müsse der Schwerpunkt der Therapie neben der Antibiose auf der Ausleitung dieser Toxine liegen, welche die Informationsübermittlung zwischen den Nervenzellen störten. Entsprechende Studien mit Cholestyramin seien mit einer Besserung von rund 80 Prozent der behandelten Patienten ermutigend verlaufen. Der Pathologe Professor Dr. Johannes Roßner (Nürnberg) nannte die hiermit bewirkte Bindung von Gallensäuren im Darm dagegen „möglicherweise fatal“. Er bestritt auch, dass Borrelien überhaupt - wie Chlamydien und Rickettsien - intrazellulär wirkten. Eine Borrelie sei dreimal größer als Trepomena und könne durch eigene „Muskeln“ überall in den Körper wandern; die Versuche der größten Abwehrzellen, der Makrophagen, diese Riesen-Spirochäten zu vertilgen, glichen dem Versuch, „eine Bratwurst in einem Brötchen verschwinden zu lassen“.

Das Beispiel der Syphilis lenkte die Diskussion auf die Schlüsselrolle des Immunsystems: Dass viele Borrelien-Infizierte nicht erkrankten, könne bedeuten, dass Borrelia Burgdorferi kein obligates Pathogen sei und erst in Verbindung mit einer bestimmten Immunkonstellation (Th1/Th2) eine systemische entzündliche Erkrankung hervorrufe. Auch die Lues wirke zerstörerisch durch die Immunantwort. Hinzu komme, dass Borreliosekranke weitere Infektionen (etwa EBV, CMV, HHV 6 u.a.) geradezu anzögen und dass das „Anschießen mit zu geringen Dosen“ kontraproduktiv wirken könne „wie im Stierkampf: Nach dem Rückzug folgt eine wütende neue Attacke“ (Roßner). Der Malaria-Experte Professor Dr. Dr. Ernst Fink, Beiratsmitglied und Moderator des Symposiums, brachte eine - bei der heutigen Kassenlage wohl zu kostenintensive - Gentypisierung bei Therapieversagern sowie Blutspiegelkontrollen bei Antibiosen ins Gespräch. Aufgrund der starken Eiweißbindung etwa von Doxycyclin, komme nur der kleinere Teil des verabreichten Wirkstoffs ans Ziel. Fink regte an, sich intensiver mit dem Stoffwechsel von Borrelien zu befassen und von den Erfahrungen mit Trypanosomen-Infektionen oder auch der Toxoplasmose zu lernen.

 

Ärzte-Arbeitsgruppen für Positionspapiere zu Diagnostik und Therapie  

Am Ende des Vormittages konstituierten sich zwei Arbeitsgruppen der „Ärztesektion“ zwecks Ausarbeitung medizinischer Positionspapiere: eines zur Diagnostik unter der Leitung des Berliner Laborarztes Professor Dr. Rüdiger von Baehr und eines zur Therapie, wofür sich der Neurochirurg und Chefarzt der Heinrich-Mann-Klinik (Bad Liebenstein), Dr. Harald Bennefeld zur Verfügung stellte. Seine Rehaklinik hatte sich in letzter Zeit bei Selbsthilfeinitiativen um das Image eines Therapiezentrums für Lyme-Borreliose „auf aktuellem wissenschaftlichem Stand“ bemüht, sinnfällig durch einen auch in Jena verteilten Flyer. Darin läßt allerdings die Betonung dessen aufhorchen, „was sie bei uns nicht erhalten: unwissenschaftliche, in ihrer Wirkung nicht nachgewiesene Diagnose- und Therapieverfahren; (...) Unterstützung in Renten- und sonstigen sozialrechtlichen Angelegenheiten, wenn wir von deren Notwendigkeit und ihrem Sinn nicht absolut überzeugt sind, da wir das Ziel unserer Arbeit in der Hilfe für wirklich Betroffene und tatsächlich kranke Patienten sehen“. Als Verfahren bzw. Kriterien hierfür werden explizit die Lumbalpunktion und implizit die PCR („aufwendigere und seltener angebotene labortechnische Untersuchungsmethoden“) genannt - obwohl über Liquorbefund und Direktnachweis des Erregers als Ausschlußkriterien nach dem wissenschaftlichen Diskussionsstand keineswegs Klarheit und Konsens besteht. Werden hier also - zum Schaden eines erheblichen Teils der Patienten - falsche diagnostische Sicherheiten beansprucht und entsprechend falsche Schlüsse gezogen? Zu einer Debatte darüber kam es nicht, da Bennefeld sich inhaltlich im Plenum nicht mit einer eigenen Position vorwagte.

Diese hätte ihn wohl auch in Konflikt mit jenen Experten gebracht, die im erweiterten Kreis des Symposiums am Nachmittag über die Labordiagnostik referierten. Der Diplom-Chemiker Dr. Werner Gebhardt vom Karlsruher Labor Rurainski (www.laborzentrum.org), der differenziert die Möglichkeiten und Grenzen aller einschlägigen Nachweismethoden darstellte, bezifferte den Erfolg der PCR aus Blut auf ein bis fünf Prozent, aus Nervenwasser bei bestehender Infektion auf „bestenfalls 50 Prozent“, so daß die hoch sensitive Methode zwar kaum falsch positive, jedoch häufig falsch negative Befunde hervorbringe. Wer als Arzt einem Patienten mit hoch positivem Elisa, breit gefächtertem, spezifischem Westernblot, LB-entsprechender Symptomatik und Besserung unter Antibiotikagabe mit dem Argument eines mißlungenen Direktnachweises die Diagnose verweigere, bei dem solle man schleunigst „die Klinke in die Hand nehmen“. Ein verbreitetes Mißverständnis sei außerdem, dass eine floride Borreliose immer einen IgM-Titer aufweisen müsse. Ganz abgesehen von der Spätphase mit typischerweise reiner IgG-Antwort verliefen manche Infektionen - noch häufiger als bei der Lues - von Anfang an ohne IgM-Antikörperbildung. Und selbst ein gänzlich negativer Antikörperbefund beweise nicht, dass der Patient nicht mit Borrelien infiziert sei: Wahrscheinlich rund 5 Prozent aller Borreliosen verlaufen „seronegativ“, von der wesentlich höheren Fehlanzeige in der Frühphase mit Erythema migrans (in 70-90% aller symptomatischen Infektionen) ganz zu schweigen. Daher sei die gängige Kassenpraxis verfehlt, einen Westernblot nur bei positivem Elisa zu erstatten. Ein so in spätere Stadien geratener LB-Kranker kommt die Kassenhüter bekanntlich wesentlich teurer zu stehen, erst recht mit einer Krankenbiographie unter falscher Diagnose, denn eine Spontanheilung im Stadium III ist höchst unwahrscheinlich. Umgekehrt könne man aus der bloßen Existenz von Antikörpern nicht schließen, das die Infektion noch bestehe, da stimulierte Plasmazyklone auch nach Ablauf der Infektion weiterhin Antikörper produzierten. Den Begriff des „Post-Lyme-Syndroms“ für therapierte Borreliosen nannte Gebhardt eine „Verlegenheitsdiagnose“.

 

Indikator für eine aktive Borrelieninfektion: der Lymphozytentransformationstest (LTT)

Einen zusätzlichen Hinweis bei zweifelhafter negativer Serologie, aber auch bei vermeintlicher „Serumnarbe“, kann laut Gebhardt der von Stricker und Winger 2001 in den „Immunological Letters“ vorgestellte CD 57-Test (Expression auf Natural-Killer-Zellen) geben, der allerdings auch bei den viralen (Ko-) Infektionen positiv anzeigen kann. Zunächst wird man daher dem Lymphozytentransformationstest (LTT) den Vorzug geben, bei dem Patientenzellen (Lymphozyten) mit gereinigten Borrelienantigenen stimuliert werden. Finden sich T-Zellen mit spezifischen Rezeptoren („Memory-Zellen“), spricht dies für eine aktuelle Auseinandersetzung des Immunsystems mit Borrelien, also für eine aktive Infektion. Professor Rüdiger von Baehr vom Berliner Institut für medizinische Diagnostik (www.IMD-Berlin.de) stellte seine Studie zum Vergleich von Serologie und LTT vor, die eine Übereinstimmung der Ergebnisse von 76 Prozent ergab. Fiel der LTT bei positiver Serologie negativ aus, handelte es sich in der Regel um nach Antibiose weitgehend beschwerdefreie Patienten (Serumnarbe). Insbesondere IgM-Antikörper sind auch bei Autoimmunkrankheiten (z.B. rheumatoide Arthritis, Lupus erythematodes) oder nach einer kürzlich erfolgten EBV-Infektion möglich. Differenzialdiagnostisch, besonders bei Arthritis, ist immer eine reaktive Arthritis nach anderen Infektionen (Chlamydia trachomatis, Yersinien, Campylobacter, Salmonellen) in Erwägung zu ziehen. In diesen Fällen sind die Borrelienserologie und der LTT Borrelien unauffällig. Bei positivem LTT und negativer Serologie lag zumeist eine frische LB-Infektion mit Erythema migrans vor. Dass knapp ein Drittel aller LTT-Befunde bei Spätborreliosen nach adäquater Antibiose weiter positiv (> 3) anzeigten, könnte auf die auch symptomatisch naheliegende Existenz resistenter Stämme (etwa durch „L-Formen“) hinweisen. Um die These einer Induktion von Autoimmunerkrankungen durch Borrelien ist es nach Professor von Baehrs Eindruck zuletzt „ruhiger geworden“. Auch im Plenum schien die Annahme einer Erregerpersistenz als wahrscheinlichste Ursache persistierender bzw. rezidivierender Krankheitssymptome zu dominieren, zumal auch nach Langzeitantibiosen immer wieder Direktnachweise gelingen. Die verbreitete Kritik am LTT beruht laut von Baehr meist auf dem Fehlen eigener Erfahrungen und überholten Argumenten. Das Verfahren sei inzwischen intensiv weiterentwickelt worden und zumindest nach den vorgetragenen Ergebnissen des Berliner Labors umfangreich validiert, mit den verschiedensten klinischen Bildern der Borreliose verglichen und somit als diagnostische Methode für eine aktive Borreliose, zur Erfolgsbeurteilung der antibiotischen Behandlung und zum Nachweis einer Reaktivierung als wertvoll erwiesen. Auch die Professorin Dr. Bettina Wilske vom Nationalen Referenzzentrum Borrelien im Münchener Pettenkofer-Institut betrachte den LTT inzwischen als „leistungsfähige Methode“. Die Serologie habe sich dagegen für die kurzfristige Verlaufsbeurteilung einer Borreliose als nicht geeignet gezeigt. Allerdings ist es für den LTT neben der qualifizierten Durchführung wichtig, dass die Zellen nach möglichst kurzem Transport - am sichersten durch einen Abholservice - bei moderater Temperatur lebend im Labor ankommen.

 

Direktnachweis PCR: unterschiedlich zuverlässig und meist teuer  

Die Konstanzer Chemikerin und Laborexpertin Dr. Sabine Lautenschläger (www.labor-brunner.de) betonte zunächst, dass neben Borrelien auch eine Reihe weiterer Zeckeninfektionen (Ehrlichien, Rickettsien, Coxiella burnetii u.a.) existieren. Auch hier sind die gängigen Antikörpertests nicht ganz zuverlässig. Gebhardts und von Baehrs Aussagen zur PCR ergänzte sie durch die Erklärung, dass es beim Borreliennachweis aus Urin und Blut deshalb falsch negative Befunde gebe, weil die Spirochäten nicht gleichmäßig und in hoher Dichte verteilt seien, sondern sich zu „Haufen“ zusammenlagerten. Die PCR aus Haut sei nach der neueren Literatur zu 95 Prozent zuverlässig, die aus Gelenkpunktat (85%) oder Liquor (70%) aber schon weniger. (Nach den offiziellen Qualitätsrichtlinien MIQ 12/2000 beträgt die Sensitivität aus dem Liquor dagegen nur 10-30 Prozent!). Dem Argument der hohen Kosten des Direktnachweises begegnete Lautenschläger mit dem Angebot ihres Labors, die PCR für nur 42,50 Euro praktisch zum Selbstkostenpreis durchzuführen. Ein Nachweis in eingesandten Zecken kostet sogar nur 20 Euro.

Zum Abschluß des Symposiums rückten wieder Klinik und Therapie der Borreliose in den Mittelpunkt. Dr. Wolfgang Klemann (www.dr-w-klemann.de) stellte Patientenberichte zur fortgeschrittenen Lyme-Borreliose vor, die gewisse Erfolge antibiotischer Langzeittherapien zeigten. Spontanheilungen seien schon aufgrund des häufigen Immundefekts bei bzw. durch lange bestehende Infektionen unwahrscheinlich. Am schwersten erkrankten nach seiner Erfahrung Patienten mit einer Borrelien- plus Chlamydieninfektion. Hier seien schon wegen der intrazellulären Wirkung Doxycyclin und Klacid (intravenös und oral), aber auch Metrodinazol Mittel der Wahl. Bei unklarer laborchemischer Befundlage müsse die Symptomatik den Ausschlag geben. Beispielsweise spreche eine nächtliche Verstärkung der Beschwerden im Unterschied zur Arthrose für eine infektionsbedingte Entzündung. Diese gehe „fast immer“ mit einer Vaskulitis einher, weil im kapillaren Strom die nachts ohnehin reduzierte Passage inflammatorisch weiter verengt werde. Das könnte auch erklären, warum nach einer amerikanischen Studie (Fallon/Van Heertum/Plutchock 1997) etwa die Hälfte der Lyme-Patienten ein heterogenes Muster pathologisch verminderter Perfusion in der Hirn-SPECT aufwiesen. Bei etwa der Hälfte dieser Patienten verbesserte sich der Befund unter intravenöser Antibiose.

 

Rationalisierung statt Rationierung: „Das große volkswirtschaftliche Problem“

Als ein Kriterium für die Arbeitsfähigkeit therapierter LB-Kranker - in rein körperlicher Hinsicht - hat sich laut Klemann ein zweistündiger Spaziergang ohne Zeichen der Verausgabung bewährt. So viel Zeit haben sozialmedizinische Routinebegutachtungen freilich nicht: Ohne wesentliche motorische Einschränkungen, massiv gestörte Sinneswahrnehmung, drastische Blutbild- oder Organveränderungen, auffällige kognitive Ausfälle oder psychische Störungen gilt der Mensch hier allzu oft als gesund oder zumindest beruflich belastbar. Noch so schnelle und tiefe Erschöpfung, schweres Krankheitsgefühl, quälende Mißempfindungen und Schmerzen, subakute Entzündungen und häufige Infekte, Endokrinopathien, Dysbiose, Schlafstörungen sowie depressive Episoden, die im Zusammenwirken zweifellos schwer behindern und dem Kranken seinen eigenen Körper „zur Folterkammer“ werden lassen, fallen üblicherweise durch das grobe Prüfungsraster von Amtsärzten und Auftragsgutachtern. Nicht selten ist ein Absturz in die Sozialhilfe die Folge. Und schon mancher Verzweifelte hat für teure „Alternativtherapien“ seine letzten Ersparnisse verwendet. Dieses Dilemma vieler chronisch Borreliosekranker kam allerdings eher in Diskussionen außerhalb des Tagungsprogramms zur Sprache. Gleiches gilt übrigens für naturheilkundliche Komplementärtherapien, die sich zumindest zur Eindämmung des beträchtlichen Nebenwirkungspotentials ausgedehnter Antibiotikagaben eignen.  

In der Mitgliederversammlung der Borreliose-Gesellschaft am Sonntag wurde das „große sozialmedizinische und volkswirtschaftliche Problem“ (Prautzsch) ebenso angesprochen wie die schier unausrottbare journalistische Desinformation durch Aufforderungen, sich „gegen Zecken impfen“ zu lassen und durch irreführende Kartendarstellungen von „Zecken-Risikogebieten“. In der Formel „Rationalisierung statt Rationierung“ der finanziellen Ressourcen des Gesundheitssystems waren sich die Teilnehmer bei aller Differenz über geeignete Diagnoseverfahren oder Therapieschemata doch einig. Wo eine kausale Therapie infolge oberflächlicher, kostenfixierter Diagnostik versäumt oder trotz richtiger Diagnose verkürzt bzw. verweigert werde, führe die folgende jahrzehntelange Fehlbehandlung oder rein symptomatische Ersatztherapie meist zu noch höheren Kosten. 

25 Jahre Reizblase und ein Ende  

Ein vergleichsweise harmloses Beispiel zum Schmunzeln (für Nicht-Betroffene!) brachte Klemann mit dem Fall eines Patienten, der 25 Jahre lang an einer „Reizblase“ litt und damit durch unser „hochmodernes“ Gesundheitswesen geisterte. Nach einer Borreliose-adäquaten Antibiotikatherapie (Ceftriaxon) war der Spuk vorbei. Ein anderer Patient wanderte zehn Jahre lang mit Knieschmerzen („Arthrose“) durch orthopädische Praxen und Rehakliniken - mit entsprechenden Kosten -, bevor eine dreiwöchige orale Antibiotikatherapie ihn von seinem Leiden erlöste - und das Gesundheitswesen von einem Faß ohne Boden. Eine Fachärztin für Allgemeinmedizin aus Burgwedel (Dr. D. Putzer-Ahlborn) berichtete von einem verhaltensauffälligen Kind, das unter Antibiose „plötzlich normal“ wurde und blieb, und ein Kollege aus Wolfenbüttel (Dr. H.-P. Gabel) entlarvte angebliche kindliche „Wachstumsschmerzen“ als Spirochätenwerk. Stimmt Klemanns Schätzung, dass etwa 5 Prozent der Bevölkerung irgendwann an Borreliose erkranken, aber wohl nur eine Minderheit davon die richtige Diagnose und Therapie erhält, dann bedeutet dies: Inmitten unserer „High-Tech-Medizin“ rotiert eine rein Ignoranz-betriebene Geldvernichtungsmaschine. Ein Tagungsteilnehmer, der sich beklagte, erst nach einer Internisten-Odyssee von 7 Monaten die richtige Diagnose - leider zu spät - erhalten zu haben, erhielt vom letztlich treffsicheren Diagnostiker (der nämlich selbst eine Borreliose hatte) die frappierende Antwort: „Na da sind sie ja noch früh dran; im Durchschnitt wird die Diagnose, wenn überhaupt, erst nach 2 bis 3 Jahren gestellt“.

Spätestens hier wird deutlich, dass es sich bei der Borreliose nicht um eine „Modekrankheit“ handelt, sondern um einen Medizin- und Sozialskandal mit erheblichen volkswirtschaftlichen Kosten - und insofern auch um ein Thema der Politik. Die ist allerdings derzeit mit anderen Themen voll beschäftigt, darunter paradoxerweise die Kostendämpfung im Gesundheitswesen. Hier zusammen mit den Selbsthilfegruppen des „Borreliosebundes Deutschland“ (BBD) und den Borreliose behandelnden Ärzten vom BBÄ aufzurütteln, über die Massenmedien aufzuklären und politisch zu wirken, dürften die Hauptaufgaben der Borreliose-Gesellschaft (www.borreliose-gesellschaft.de) werden. Daher ist sie offenkundig an Mitgliedern mit gesellschaftlichem Einfluß auch außerhalb der medizinischen „Community“ besonders interessiert. Direkt oder mittelbar Betroffene müßte es auch in den meinungsbildenden Eliten zunehmend geben. Vielleicht bedarf es angesichts „Promi“-fixierter Aufmerksamkeitsreflexe erst eines eindrücklichen Prominentenschicksals (Leistungssportler, Spitzenpolitiker, Filmstar) - wie bei Aids Rock Hudson - um kollektives Ausmaß und individuelle Dramatik dieser gefährlichen und „widerwärtigen Krankheit“ (Dipl.-Ing. Günther Schust, BG-Vizevorsitzender) allgemein bewußt zu machen. Neuere, alarmierende Fernsehbeiträge des letzten Jahres, etwa von „Frontal“ (ZDF), „Report“ (ARD), „Extra“ (RTL) und verschiedenen regionalen Sendern scheinen die Einschätzung der Sprecherin des Borreliosebundes, Ute Fischer, zu bestätigen: „Die Zeit arbeitet ja für uns“.

Das war jedoch kein Trost für jene verzweifelte und couragierte Mutter, die sich erst kurz vor der Tagung spontan angemeldet hatte, um vielleicht einen hilfreichen Hinweis für ihre neunjährige, schwer kranke Tochter zu ergattern, die trotz Antibiosen „immer schwächer“ werde. Von vier Ärzten aus dem Teilnehmerkreis erhielt sie vier verschiedene Ratschläge, stellte sie später resignativ fest. Ein Fanal für die Rat- und Hilflosigkeit, mit der unsere jahrzehntelang infektionsvergessene, impf- und antibiotikaoptimistische Medizin dem Problem der Borreliose noch immer gegenübersteht - ein Vierteljahrhundert nach ihrer Entdeckung.

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  • Reponsed by Madeleine, 01.04.2005
Liebe Ingrid,
vielen Dank für den aufschlussreichen Hinweis.

Meinen grossen Wunsch und  die Hoffnung habe ich noch nicht aufgegeben, dass sich dereinst Ärzte verschiedener Fachrichtungen und andere Wissenschafter auch in der Schweiz sich mehr für die Erforschung einsetzen und die Zusammenarbeit mit anderen Ärzten und Betroffenen fördern.

Vielleicht sehen wir einen Anfang mit den Referaten anlässlich der Hauptversammlung der Liga für Zeckenkranke am 16. April in Bern, 13.30 h, Schulwarte Bern, Helvetiaplatz 2, Bern.
Vorgesehene Fachvorträge von den Herren Dr. med. Markus Fritzsche, Adliswil und Prof. Dr. M. Sievers, Wädenswil.
Mehr Informationen dazu über info@zeckenliga.ch

Es grüsst, madeleine

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Borreliose-Artikel von Prof. Johannes von Kempig

Posted by Regula, 29.03.2005

Liebe Mitbetroffene

In der Printausgabe von "Gesundheit Sprechstunde" liegt ein Rheuma-Spezial bei. Darin kann man ein Statement von Prof. Johannes von Kempig zur Borrelien-Arthritis nachlesen.

Es stehen mir schon wieder die Haare zu Berge.

Ein paar Kostproben:
"Es gibt kaum eine rheumatische Erkrankung, die so häufig falsch diagnostiziert wird, wie die Borrelien-Arthritis."

"Auch wenn keine klaren Zahlen existieren, ist die eigentliche Borrelien-Arthritis,......, eine äusserst seltene Krankheit."

"Im Gegensatz zur Borreliose an anderen Organen ist die Borrelien-Arthritis eine relativ harmlose Erkrankung, die nicht zu permanenten Gelenkschäden führt."

"Relativ kurze Zeit nach einem Borrelien-Zeckenstich kann es zugrippeähnlichen Symptomen und dabei auch zu diffusen Gelenk- und Muskelschmerzen kommen. Diese Phase klingt aber von alleine wieder ab."

"Meistens ist ein Kniegelenk befallen: es wird entzündet, warm, schwillt auf und schmerzt. Diese Symptome verschwinden nach Tagen bis Wochen auch ohne Therapie und kommen in der Regel nicht wieder."

"Muskel- und Gelenkschmerzen, die über Monate nicht verschwinden, besonders ohne Zeichen einer eindeutigen Arthritis, sind also mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht durch eine Borrelien-Infektion verursacht."

"Eine relativ kurzzeitige Antibiotika-Therapie verhindert im Zweifelsfall die Entstehung einer Borreliose, auch der Borrelien-Arthritis. Meist reichen bestimmte Tabletten für drei Wochen aus, nur in Ausnahmefällen müssen Infusionen erfolgen."

"Hören Sie nicht auf selbsternannte Borreliose-Spezialisten: nicht alles was zwickt, ist auf Borrelien zurückzuführen. Wiederholte Antibiotika-Therapien nützen nur bei richtiger Diagnose und sind nur in wenigen schwierigen Fällen notwendig. Konsultieren Sie im Zweifelsfalle Spezialisten. Sie finden erfahrene Borreliose-Infektiologen und -Rheumatologen an vielen Kantonsspitälern."

Für direkte Reaktionen an den Prof.: johannes.kempis@kssg.ch

Für Reaktionen an die Redaktion "Gesundheit Sprechstunde": markus.meier@ringier.ch

Ich hoffe sehr, dass andere Betroffene sich auch gegen solche Behauptungen zur Wehr setzen, sonst ist es nämlich vollkommen umsonst, dass viele von uns dauerhaft krank wurden.

Gruss
Regula

 

  • Die Reaktion vom Prof. kam prompt

Reponsed by Regula, 29.03.2005

"Die Redaktion hat mich in keiner Weise informiert, auch kenne ich die Endfassung nicht!"

Mein Name ist Hase und ich weiss von nichts.

 

  • Reponsed by Regula, 05.04.2005
Meine Frage:
Dass es in dem Artikel ausschliesslich um Borrelien-Arthritis geht, ist mir schon klar. Aber dass das Verschwinden von einer borreliosebedingten Arthritis praktisch mit einer Ausheilung der Borreliose gleichgesetzt wird, ist mir unverständlich.

ANTWORT: WENN NACH EINER BORRELIEN-ARTHRITIS -MIT ODER OHNE THERAPIE- DIE ARTHRITIS OBJEKTIV VERSCHWINDET UND LÄNGERE ZEIT NICHT WIEDERKOMMT, IST DIE ERKRANKUNG IN DEN MEISTEN FÄLLEN AUSGEHEILT. SPÄTREZIDIVE SIND ÄUSSERST SELTEN BESCHRIEBEN, ICH PERSÖNLICH HABE NOCH NIE EINES GESEHEN.

Anmerkung: Die Arthritis mag vielleicht verschwunden sein. Aber wie geht's dem Patienten wohl sonst?

 

  • Reponsed by Peter, 30.03.2005
Hallo Regula,

ich habe einen solchen Fall in meinem Bekanntenkreis erlebt. Nur Gelenkbefall, aber heftig. Drei Monate (!) nach Biß Infusionen ca. drei Wochen. Geheilt!

In der Literatur findet sich auch häufig der Hinweis, dass solche Monoverläufe bei arthritischen Beschwerden oft folgenlos ausheilen.

Ganz falsch liegt der Prof. also nicht. Nur leider sind diese einfachen Verläufe keine Hoffnung für die Schwererkrankten, denn hier ist Borreliose wirklich verhängnisvoll. Und wer weiß schon beim Biss, welche Art er erwischt. Deshalb ist kritische Information weiterhin dringend nötig.

Viele Grüße,

Peter

 

  • Reponsed by Regula, 30.03.2005
Hallo Peter

Dass die arthritischen Beschwerden ohne Therapie verschwinden, kann ich mir vorstellen. Die Wanderröte verschwindet auch ohne Therapie wieder. Auch eine Gesichtslähmung kann ohne AB wieder verschwinden.

Das Verschwinden der sichtbaren Symptome darf aber nicht mit der Heilung der Borreliose gleichgesetzt werden, weil der Patient meistens auch nach Verschwinden der typischen klinischen Symptome noch an fiesen invalidisierenden Allgemeinbeschwerden leidet, die dann eben fatalerweise nicht mehr mit der Borreliose in Verbindung gebracht werden.

Freue mich, dass es der dir bekannten Person wieder gut geht und dass sie/er so rasch erkannt und adäquat therapiert wurde, was in vielen Fällen eben nicht der Fall ist. Schon gar nicht, wenn, wie in diesem Artikel propagiert, Infusionen nur in ganz seltenen Fällen nötig sind.

Liebe Grüsse Regula

 

  • Reponsed by Ernst Fischer 05.04.2005
Guten Tag,

Sie haben Recht! Der Prof. liegt keineswegs falsch mit seinen Aussagen. Denn der Befall der Gelenke ist zunächst einmal DAS TYPISCHE der Lyme-Erkrankung = Lyme-Arthritis. Die, die anderes behaupten liegen mit Ihrer Darstellung nicht richtig. Aber es scheint den Anschein zu haben, dass differenzierte Betrachtungen in manchen SHGs leider keine Befürworter finden und oft auch falsch mit dem Begriff "Neuroborreliose" umgegangen wird. Ich hatte eine chronische Neuroborreliose mit allen Spätfolgen unter denen ich heute noch erheblich leide - und wünsche dies niemanden! Also differenziert, statt panisch!

Herzliche Grüsse:
Ernst Fischer

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Artikel in der Printausgabe von 20minuten enttäuschend

Posted by Regula, 31.03.2005

Artikel heute in der Printausgabe von 20minuten.

Die Zecken sind zurück
Die Zeckensaison steht vor der Tür: In Wald, Feld und Wiese lauern die Blutsauger - und ihr Biss kann zu Krankheiten mit ernsthaften Komplikationen führen. Die sogenannte Borreliose ist die häufigste. Sie kann Fieberschübe, nervliche sowie Bewegungsstörungen oder gar Lähmungen auslösen. Die Liga der Zeckenkranken (hä? Liga für Zeckenkranke heisst der Verein) rät daher, den Körper nach dem Aufenthalt in der freien Natur gründlich abzusuchen.

Kein Hinweis mehr, dass Zecken in der ganzen Schweiz gefährlich sind und kein Hinweis, dass die Impfung nicht vor Borreliose schützt. Das mit den Risikogebieten und der Impfung ist m.E. das gefährlichste Gespenst, dass in den Köpfen der Leute umhergeistert. Zumindest wenn ich mit den Leuten über meine Krankheit rede.

Regula

www.20min.ch/tools/suchen/sdastory.tmpl?id=brd039&date=2005-03-30

 

  • Artikel in der NZZ

Reponsed by Madeleine, 31.03.2005

An alle, die die Prävention fördern!

Ich danke Dir Regula und all den andern, natürlich auch der "Liga für Zeckenkranke" für die rasche Reaktion nach dem letzten Artikel bei "20 Minuten".

Es ist Frühling, das merkt man spätestens daran, dass die "Zecken-Artikel" in den Zeitungen sich vermehren.

Was soll man wohl vom Artikel in der NZZ vom 30.3. halten? Siehe Link.

Heute weiss man/frau eben, dass es Zecken gibt, die Krankheiten übertragen, dass es verschiedene Grössen und Stadien von Zecken gibt und wohl auch wo sie leben...
Heute wissen wir, was nach einem hoffentlich erholsamen Naturspaziergang zu tun ist: WIR SUCHEN DIE HAUT, KLEIDER BEI UNS, den KINDERN und HAUSTIEREN EBEN NACH ZECKEN AB und ENTFERNEN DIESE BEDEUTEND RASCHER ALS NOCH VOR EINIGEN JAHREN...

Viele frohmachende Erlebnisse in der Natur wünscht Madeleine in diesem Frühjahr

www.nzz.ch/2005/03/30/ft/articleCM2XY.html

  • Reponsed by Ingrid, 31.03.2005

Liebe Madeleine und ForumbesucherInnen

Danke für den Link "Schützende Zeckenstiche - Ein neuer Ansatz zur Prävention der Lyme-Borreliose"

Mal ein etwas anderer Artikel. Beim dritten Mal durchlesen, muss ich nun sagen, dass das Ganze ein interessanter Ansatz sein könnte. Klar dürfen wir die amerikanischen Zecken bzw. die Borrelien nicht mit den Europäischen vergleichen - das wissen wir ja. Aber wenn ich so an mich denke, seit meiner 2. Antibiotikatherapie (2002) reagiere ich immer stärker mit Juckreiz bei einem Zeckenstich... und ich habe mind. 3 pro Jahr, trotz aller Vorsicht. Zum Glück sind und waren die sicherheitshalber gemachten Laborkontrollen in Ordnung gewesen. Keine Verschlechterung meiner bestehenden Borreliose-Beschwerden und auch so ist nichts weiter hinzugekommen.
Gleichzeitig kenne ich in der Verwandtschaft Leute, die mind. mit 10 Zecken pro Jahr Bekanntschaft gemacht haben und wahrscheinlich weiter machen werden, ohne EM oder sonst irgendwelchen Beschwerden, die fit und munter sind, teilweise auch schon um die 60 sind.....

Also irgendwie stimmt mich dies schon nachdenklich, wer weiss........ So vieles liegt noch im Dunkeln bei dieser immer wieder unterschätzten Krankheit. Hoffen wir, dass bald mehr ans Tageslicht kommt.....
Ich wünsche Euch allen eine möglichst zeckenarme Zeit
Ingrid

 

  • Reponsed by Regula, 31.03.2005
"....., und nach jedem Zeckenbiss wurde die betreffende Person untersucht, ob Borrelien übertragen worden waren und ob sich das Frühstadium der Lyme-Erkrankung entwickelt hatte."

Es stellt sich mir die Frage, wie zum Teufel die Wissenschaftler feststellen konnten, ob Borrelien übertragen wurden. Ob denen wohl die besseren Tests zur Verfügung stehen?

"Je häufiger ein Einwohner von Block Island von Zecken «heimgesucht» worden war, desto seltener entwickelte er die Symptome einer Borreliose:..."

Um welche Symptome in welchem Zeitraum es sich dabei wohl handelt?

"Personen mit mindestens drei Zeckenbissen pro Jahr erkrankten fünfmal seltener als Personen mit zwei Zeckenbissen. Umgekehrt fanden die Forscher bei Einwohnern, die nur einmal pro Jahr eine Zecke auf ihrem Körper entdeckt hatten, dreimal so häufig die Zeichen einer Borreliose wie bei Personen mit zwei Zeckenbissen."

Na ja, kommt halt drauf an, welche Symptome man als typische Borreliosesymptome definiert. Könnte auch eine Umkehrreaktion sein. Je öfter das "Opfer" gestochen wird, desto weniger entwickelt er eine Wanderröte.

Schon verrückt, an was so alles geforscht wird, obwohl uns immer noch weis gemacht werden soll, dass Borreliosen harmlos, mit AB gut behandelbar und chronische Verläufe selten sind. 

 

  • Reponsed by Ingrid, 31.03.2005
Liebe Regula
Du hast Recht, immer wieder höre auch ich, dass das mit der Borreliose ja nicht so schlimm sein kann, wir haben ja die Antibiotika und und und......
Auf der anderen Seite denke ich aber auch, dass viele rechtzeitig diagnostizierten, mit genügend hoch dosierten Antibiotika behandelten Borreliose-Patienten gesund werden. Der Teil, welcher mit chronischen Problemen zu kämpfen hat, ist im Vergleich weniger, ob wirklich selten??? Wer weiss das schon. Hier könnte eine Meldepflicht sicher klarer Auskunft geben. Du kennst sicher die Situation in den neuen deutschen Bundesländern, wo Daten erhoben werden.

Naja und was den Artikel angeht, wäre schon interessant zu erfahren, ab wann die Symptome einer Borreliose zugeschrieben wurden. Überhaupt die Kriterien.....
Aber wenn ich diesen mit dem von der gestrigen AZ vergleiche..... Habe gleich einen Leserbrief losgeschickt.
Hoffen wir, dass bessere Berichte veröffentlicht werden und so eine bessere Aufklärung in der Bevölkerung statt finden kann.
Dir und allen anderen LeserInnen wünsche ich trotz des trüben, kühlen Wetters viele erfreuliche Stunden, wenig Beschwerden und viel Kraft
Ingrid

 

  • Reponsed by Regula, 31.03.2005
Hallo Ingrid

Die Zahl der Patienten, die nicht rechtzeitig oder gar nicht erkannt werden, ist sehr hoch einzuschätzen. Wenn ich da so an meine Diagnostik denke.... Ausserdem war ja noch der Artikel, der klar gezeigt hat, dass die Fehldiagnosen bei ca. 80% (!) anzusiedeln sind.

Wenn dann mal die Fehldiagnosen "nur" noch 20% sind, dürfen m.E. die Mediziner wieder Beurteilungen abgeben, wie oft eine Borreliose chronisch verläuft.

Im Moment erscheint es mir, dass jeder, der sich zur Borreliose öffentlich äussert, seine eigenen, mit Studien nicht belegbaren verharmlosenden Hypothesen abgibt und nachher eine Runde Golf spielen geht, wo er hoffentlich die Hosen nicht in die Socken steckt und seine Fehlschläge selber im Gebüsch einsammeln geht.......

Dir auch gute Tage. Pünktlich zum Wochenende soll es Superwetter geben. Das werde ich auf meinem Gartensitzplatz bei einem Buch (sollte ich mich aufs Lesen konzentrieren können) oder mit etwas feiner Musik geniessen.

Liebe Grüsse
Regula

P.S. "Aber wenn ich diesen mit dem von der gestrigen AZ vergleiche..... " Welchen Artikel meinst du jetzt? Hab ich was verpasst?

 

  • Reponsed by Ingrid, 01.04.2005
Liebe Regula
Bei dem Artikel der AZ hast Du nichts verpasst. Es ging dabei nur um die FSME... und man konnte so lesen.... "Wen es jetzt wieder in die Natur hinauszieht, muss wissen, dass ihn insbesondere in den Laub- und Mischwäldern, aber auch an Weg- und Flussrändern sowie auf Wiesen oder in Gärten bis Mitte Juni und dann nochmals ab Mitte August bie Ende Oktober ein zwar nur winzig kleiner, aber umso gefährlicher Feind auflauert."... Kommentar erspare ich mir hier und weitere Kostproben ebenfalls.
Gestern habe ich in einer anderen Zeitschrift einen grossen Bericht (2 ganze Seiten lang) über Lyme Borreliose gelesen. Zuerst völlig zufrieden endlich einen guten Artikel in diesem Jahr zu finden, stolperte ich dann über den Satz "Ein Zeckenweibchen legt durch einen Stich in die Haut des Menschen bis zu 3000 Eier ab, aus denen ebenso viele hungrige sechsbeinige Zeckenlarven schlüpfen, die auf ihr nächstes Opfer warten."....... Ein Leserbrief ist unterwegs.

Lassen wir uns das Wochenende nicht verderben und geniessen lieber die wärmenden Sonnenstrahlen, die blühenden und duftenden Pflanzen und die frische Luft..... Viel Vergnügen bei Deinem Buch
Ich arbeite leider dieses Wochenende jeweils am Morgen, aber der Nachmittag wird auch draussen genossen.

Alles Liebe
Ingrid

  • Reponsed by Regula, 01.04.2005
Hallo Ingrid

Das ist ja der Hammer. Kannst du mir eine Kopie von dem Artikel besorgen?

Sehen wir uns nächsten Samstag?

Liebe Grüsse
Regula

 

  • Reponsed by Ingrid, 03.40.2005

Liebe Regula
Von welchem Artikel möchtest Du eine Kopie?
Wenn nichts dazwischen kommt, werde ich beim nächsten Gruppentreffen am kommenden Samstag in Zürich sein.
Bis dahin alles Gute, viel Kraft und trotz allem viel Freude
Ingrid

 

  • Reponsed by Regula, 03.04.2005
Hallo Ingrid

Eine Kopie des Artikels, wo das geschrieben steht: "Ein Zeckenweibchen legt durch einen Stich in die Haut des Menschen bis zu 3000 Eier ab, aus denen ebenso viele hungrige sechsbeinige Zeckenlarven schlüpfen, die auf ihr nächstes Opfer warten."

Freu mich auf nächsten Samstag.
Liebe Grüsse
Regula

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